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KunstZwischenWelt_Endbild

Das ist unser “Endbild” der Aktion, in dem alle vier Leinwände vereint sind.
Die Presseresonanz gibt’s hier zu lesen.

KunstZwischenWelt
war eine grandiose Aktion! Dem Konzept (s.u.) war ein durchaus beachtliches Risiko mit gegeben: Würden die Künstler sich an die Vorgaben: Identische Leinwände, begrenzte Zeit ... halten?
Würden Sie Inhalte auf die Leinwand bringen, die auch zur Weiterverabeitung taugen (flächige und kontrastarme Malerei wäre schwierig gewesen); sind sie bereit und fähig, unter massiver Beobachtung von vielen hundert Augen und 5 Kameras zu arbeiten; lassen sie zu, dass andere ihre Arbeit einfach so “benutzen” und zerlegen? Können die Musiker tatsächlich an der Malerei entlang musizieren, und spiegelt sich das ev. in die Malerei zurück?
Und fällt dem Team an Photoshop und Bildmischer auch etwas ein, was die Intention der ganzen Veranstaltung beweist: Die Durchdringung ergibt mehr als die Summe der Einzelbilder.

Am Ende können wir erleichtert, erfüllt, aufgewühlt, beseelt feststellen: Ja, das Konzept ging auf und alle alle haben ihren Teil dazu beigetragen:

Die Malerinnen und Maler: Granete Ngirandi aus Simbabwe, Bahaiden aus Kurdistan,
Yi Zheng Lin aus China, Olga Weimer aus Russland und Marcel Weber aus Deutschland

Die Musiker: Tayfun Ates (Roma aus Bulgarien an der Darbouka), Muhammad Mansua (Tuareg aus Libyen) an Steeldrum und Djembe, Jonas Kull (Schwabe aus Deutschland) an der Tuba, Bernhard Vanecek (Schneckenhauser) an Melodica und Posaune.

Die Bild-Operateure: Jara Ottenbreit, Detlof Graf von Borries, Uli Lamp, Reinhard Geller, Florentine Geller

Das Planungsteam des Kunstvereins: Root Leeb, Claudia Schäfer, Detlof Graf von Borries,
Uli Lamp, Reinhard Geller.

Der Moderator: Edgar Diehl

Die Hausherren: Das Weingut Bremer in Niefernheim

So kündigte sich die Performance “KunstZwischenWelt” an. Und die Erwartungen der Macher wie auch der Besucher wurden erfüllt. Schauen Sie sich das Video an! Am besten ganz groß -> rechts unten im Videofenster das Symbol neben “HD” drücken.

KunstZwischenWelt

Am 5. September findet nach langer Zeit wieder eine große
Kunst-Performance des KVD statt..
Unter dem Titel “ KunstZwischenWelt” wird es eine Malaktion mit 5 Künstlern aus 4 verschiedenen Kulturkreisen geben, die zeitgleich Multimedial verarbeitet wird. Ergänzt wird die Aktion durch ein multikulturelles Weltmusik-Ensemble (Bernhard Vanecek und Freunde), welches auf das Gesehene mit Tönen reagieren wird, und am Ende daran noch ein tanzbares Konzert anhängt.
Moderiert wird der Abend von Edgar Diehl, international renommierter Künstler und Kurator.
Das Publikum kann sich während der Aktion frei bewegen, kommunizieren, interagieren.
Das Weingut Bremer wird mit internationalen Gerichten passen zum Ereignis bewirten.
Ort: Die Scheune des Weinguts Bremer in Niefernheim (Brückenstraße 2, 67308 Zellertal).
Und los geht es um 17 Uhr, Ende offen
. Man sollte mit 3-4 Stunden rechnen.

“Kunst Zwischen Welt” hat das Zeug, den Kunstverein auch überregional ins Gespräch zu bringen. Etwas ähnliches hat es unseres Wissens noch nicht gegeben. Wir haben ein hochkarätiges Künstlerensemble dazu gewinnen können. Sie kommen aus China, Simbabwe, Kurdistan, Russland und Deutschland. Hier spiegelt sich also durchaus ein Länder- Mix, der in der Weltpolitik seit langem für Konflikt steht. Diese Performance ist aber kein künstlerischer Kommentar zur aktuellen Debatte über Migration, Asyl, Einwanderung. Vielmehr wollen wir weiter greifen, entsprechend dem Motto (nach Bernd Guggenheim): "Erst die Kunst ermöglicht es, hinter der Welt des faktisch Wirklichen die gewaltige Welt des Möglichen zu entdecken."
Wir wollen zeigen, wie unsinnig das Konzept von Revieren und Ländergrenzen ist. Es ist ein Relikt aus tierischer Vergangenheit, macht aber in einer Zeit maximaler Mobiliät von Waren, Dienstleistungen und Finanzen keinen Sinn mehr. Kulturschaffende aus aller Welt praktizieren schon seit langem mit großem Erfolg eine grenzenlose Welt.
Am 19.8. wurde dies in überwältigender Weise sinnfällig: Beim Abschlusskonzert des Ethnocamps in Thallichtenberg standen ca. 25 junge Menschen aus 12 Nationen auf einer Bühne und haben gemeinsam mit ihren je eigenen kulturellen Wurzeln eine unglaubliche Weltvolks-Musik geschaffen.
Mittendrin dabei: Bernhard Vanecek, als Direktor von Jeunesse Musicale Rheinland-Pfalz verantwortlich für dieses Ethnocamp, und Tayfun Ates, bulgarischer Darbouka-Virtuose. Diese beiden mit weiteren Weltmusikern wie Mohammad Mansua aus Libyen, werden auch unsere Veranstaltung bereichern mit spontanen Reaktionen und Interventionen während der Malaktion. Und als Abschluss mit einem Konzertset, zu dem durchaus Tanzen erlaubt ist.

Wir werden also am 5. September eine großartige Veranstaltung erleben. Das Orga-Team hat getan, was möglich ist. Jetzt braucht es viel Publikum, damit das Ereignis zum Ereignis wird.
Den Flyer dazu gibt’s hier. Der darf sehr gerne sehr weit verbreitet werden!

 

 

Hier ein Statement von unserem Mitglied Detlof v. Borries

Ziel und Aufgabe der Veranstaltung „Kunst Zwischen Welt“ am 5.9.15 im Weingut Bremer Niefernheim war es, in einer „Retortensituation“ die Begegnung und Vermischung  unterschiedlicher Kulturen prozesshaft nachzuvollziehen und auf die Chancen  solcher multikultureller Prozesse im bildnerischen Bereich hinzuweisen.

Die teilnehmenden Künstler aus  China, Simbabwe,Irak, Deutschland/Russland sind alle bereits durch längere Aufenthalte in Deutschland westlich „sozialisiert“, bringen jedoch gleichwohl ihre ethnischen Wurzeln in ihre Bildwelt mit ein. Unabhängig voneinander entstehen innerhalb von 90 Minuten vier großformatige Bildarbeiten aus der geografisch, biografisch und kunsthistorisch weit auseinanderliegenden Erfahrungswelt der Teilnehmer. Der Malprozess wird mit Hilfe von vier Kameras videografisch mitgeschnitten, und nun beginnt die eigentliche Visualisierung dessen, was Ziel des Projektes ist.
Am Mischpult werden die Malprozesse überblendet, zerlegt und in Teilen neu komponiert auf eine große Fläche projiziert. Es geschieht beispielhaft in wenigen Minuten, was in der Kunstgeschichte mitunter Jahrhunderte und auch in unserer Zeit noch Jahre in Anspruch nahm, eine neue Kunst durch die Verschmelzung von Stilelementen verschiedener Kulturen entsteht.
Als Beispiel mit ganz aktuellem Bezug mag die so entstandene „Komposition mit dem Ei“ gelten.
Das  traditionell westlich perspektivisch gemalte Ei , das noch dazu von einer Art Krone überhöht ist , steht im Zentrum. In ihm sind alle Versprechungen einer scheinbar- wie in einem Ei- behüteten und abgegrenzten zukünftigen Welt verborgen. Eine afrikanische Frau schaut sehnsüchtig eben dorthin. Sie kommt vielleicht aus zerstörten Strukturen, wie sie sich im Hintergrund architektonisch andeuten.  Es weht von links ein Wind durch die Szene, ein Tuch flattert, es verweist auf die Dynamik des Geschehens. Der Himmel klart sich auf, er wird blau. Das Prinzip Hoffnung!

Das Ganze wurde durch eine einfühlsame, ebenfalls ethnisch gemischte Musikergruppe improvisatorisch untermalt und nachvollzogen.

Kontakt: Kunstverein Donnersbergkreis e.V., Hauptstraße 12, 67808 Weitersweiler; Telefon: 06357 7982;  Email: info@kunst-donnersberg.de
Geschäftsführung: R. Geller, Bahnhofstraße 14, 67308 Zellertal, Telefon: 06355 989711; EMail: rg@reinhardgeller.de

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